Von außen betrachtet, wird das Tuning von Fahrzeugen oft mit Angeberei gleichgesetzt, dabei handelt es sich bei Liebhabern um ein ernsthaft betriebenes Hobby.
Beim Tuning werden individuelle Veränderungen an Fahrzeugen vorgenommen, die entweder die Leistung oder die Fahreigenschaften verbessern oder das optische oder akustische Design verändern sollen. Es wird zwischen Motortuning, Fahrwerktuning, Karosserietuning, Interieurtuning und dem Tuning der Beleuchtung unterschieden.
Im Rahmen des Motortuning soll die Leistung des Motors erhöht werden. Durch Chip Tuning wird zum Beispiel die elektronische Motorsteuerung verändert. Bei Viertakt-Dieselmotoren mit Turbolader ist dieses Chip Tuning am wirkungsvollsten. Kurzzeitige Leistungssteigerungen von bis zu 44 Prozent gegenüber der Seriendaten können erreicht werden. Bauliche Veränderungen werden beim ChipTuning nicht vorgenommen.
Veränderungen an Federn und Stoßdämpfern beispielsweise werden als Fahrwerktuning bezeichnet. Durch den Einbau kürzerer Federn und härterer Stoßdämpfer wird beispielsweise sie Karosserieneigung verringert, wenn man durch Kurven fährt. Sehr beliebt ist das sogenannte Tieferlegen von Fahrzeugen. Auch die Verwendung anderer Rad-/Reifenkombinationen zählt man zum Fahrwerktuning.
Wird die Karosserie verändert, wie durch Anbringen eines Spoilers, spricht man von Karosserietuning. Meist werden hierbei zusätzliche Teile angebaut oder Serienteile ausgetauscht. Exemplarisch für diese Art des Tunings ist der Einbau sogenannter Flügeltüren.
Beim Interieur- oder Innenraumtuning werden im Normalfall hochwertigere Materialien verbaut oder solche, die auffallender sind. Sehr typisch hierfür sind spezielle Sitzbezüge oder der Einbau von Car-HiFi-Anlagen oder Lautsprecherboxen.
Das Tunen der Beleuchtung erfolgt durch den Austausch von Scheinwerfern und Leuchten oder den zusätzlichen Einbau, wie den von Leuchtdioden im Innenraum. Ebenso kann man sogenannte Plasma-Tachoscheiben einbauen. Diese beleuchten das Tachometer in verschiedenen Farben sobald das Licht am Auto eingeschaltet wird.
Auch wenn Tuning von Autos am bekanntesten ist, wird das Scooter Tuning – das Tunen von Motorrollern – ebenfalls oft betrieben. Durch Scooter Tuning können Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erreicht werden. Solche Umbauten müssen beim TÜV angemeldet und abgenommen werden. Zudem ist ein anderer Führerschein erforderlich.